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Struktur und Aufgaben

Die Haus-&-Grund-Organisation in Deutschland ist dreistufig föderal aufgebaut.

An der Spitze der Eigentümer-Schutzgemeinschaft steht der

Zentralverband Haus & Grund Deutschland e.V.

mit Sitz in Berlin. Er hat die Aufgabe, die Interessen der Haus- und Grundeigentümer auf  Bundesebene zu vertreten.

 

Der sächsische Landesverband vertritt die spezifischen Interessen der

Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer auf Landesebene.

 

Die örtlichen Vereine, wie auch Haus & Grund Dresden e.V., nehmen die Interessenvertretung in der jeweiligen Gemeinde und der Region wahr. Sie betreuen und beraten außerdem ihre Mitglieder zu Fragen und Problemen der Anschaffung, Verwaltung, Nutzung, Instandhaltung und auch Vererbung von Haus- und Grundeigentum (mehr: www.haus-und-grund-dresden.de).

Der Regionalverband Haus & Grund Dresden e.V. steht für einen fairen Interessenausgleich zwischen Vermietern und Mietern vor allem in puncto Mietrecht mit den Schwerpunkten Miethöhe und Betriebskosten auf Basis der aktuellen Gesetzeslage. Er vermittelt auch zwischen Grundeigentümern in Fragen des Nachbarrechts.

Zur Chronik

Haus- und Grundeigentümervereine wurden vorwiegend in der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts in vielen Orten Deutschlands gegründet. Einige auch Anfang des 20. Jahrhunderts. Der Dresdner Verein hat sich ursprünglich 1867 gegründet, wenige Jahre später folgte 1879 ebenfalls in Dresden die Gründung der Vorgängerorganisation unseres heutigen Zentralverbandes. Im Jahre 1922, am 02. August, gründete sich dann auch in Langebrück ein Hausbesitzerverein (siehe “Heide-Bote“ Nr. 181 vom August 2006, S. 12). Erster Vorsitzender war der Kaufmann Clemens Guido Schneider (siehe “Heide-Bote“ Nr. 195 vom Oktober 2007, S. 12). Nach der Machtergreifung der Nazis wurden die Hauseigentümervereine und die Mietervereine in der Arbeitsfront gleichgeschaltet und nach 1945 auf dem Gebiet der DDR dann ganz verboten und aufgelöst. Das Vermögen der Vereine wurde konfisziert und in „Volkseigentum“ überführt.

Außerdem führten die Nazis eine Mietpreisbindung ein, die auf der Basis der 1944er Preise bis zum 30.09.1991 galt. Durch die Beibehaltung der Mietpreisbindung und durch die vom SED-Regime fortgeführte Zwangsbelegung wurde das Privateigentum an Immobilien eingeschränkt und sollte schrittweise abgeschafft werden, was letztlich mit zum Untergang der DDR beitrug. Zum Jahreswechsel 1989/90 hatten sich Langebrücker Hauseigentümer zusammengefunden, um einen “Verein privater Hauseigentümer und Vermieter“ zu gründen. Der Antrag wurde im Januar 1990 beim Rat des Bezirkes Dresden eingereicht, jedoch nicht mehr nach den Gesetzen der DDR bearbeitet. Über die Presse wurde die Langebrücker Initiative über die Gemeindegrenzen hinweg bekannt und zog schnell weitere Haus- und Grundstückseigentümer an. Folgerichtig fand dann am 04. April 1990 die Gründungsversammlung des “Regionalverbandes Dresden privater Hauseigentümer und Vermieter e. V.“ statt, in dem die Langebrücker Initiative aufging.

Heute ist der Regionalverband mit seiner Kurzbezeichnung “Haus & Grund Dresden e.V.“ vielen bekannt. Der Verein wuchs schnell auf nahezu 3400 Mitglieder. Leider konnte dieser Bestand nicht gehalten werden, weil viele Mitglieder nur den kurzfristigen Erfolg ihrer speziellen Probleme im Auge hatten und nicht eine kontinuierliche Interessenvertretung. Entscheidend aber ist gerade die politische Interessenvertretung gegenüber der Politik! Doch das ist eine schwierige, langfristige und nur durch engagierte, permanente Arbeit  zu bewältigende Aufgabe.

Vermögensabgabe, z.B. für die Lösung der Finanzkrise, Mietpreisbindung und Zwangsvermietung,  darf es für den kleinen Hauseigentümer und Vermieter nie wieder geben!

Künftige Aufgaben für Langebrücker Haus- und Grundeigentümer

Insbesondere folgende Aufgaben stehen an:

  • Abwehr weiterer Grundsteuererhöhungen und Anpassung der Berechnung der Grundsteuer an den Vervielfältiger des Kerngebietes der Stadt Dresden oder angemessene Absenkung der Bemessungsmiete
  • Aufarbeitung der Geschichte des Langebrücker Haus- und Grundeigentümervereins
  • Pflege eines regen Gedanken- und Erfahrungsaustausches der Mitglieder der Ortsgruppe Langebrück
  • Mitarbeit an der Entwicklung Langebrücks zum Naherholungsort

 

Machen Sie mit, denn Eigentum verpflichtet!

Die Haus- und Grundeigentümer sollten sich immer bewusst sein, dass sie es sind, die entscheidend

das Ortsbild bestimmen,

was viel Geld, Zeit und Kraft kostet. Das gibt uns aber auch das Recht und die Pflicht, uns einzubringen und unsere Forderungen nachhaltig zu vertreten.

 

1922 – 2012, das könnten 90 Jahre “Haus & Grund “ in Langebrück sein, doch dazwischen lagen 55 Jahre Zwangspause. Die aus dieser Zeit resultierenden Folgen sind, zumindest was die Mitgliederzahlen anbelangt, bis heute noch nicht überwunden.

Doch wir arbeiten daran, machen Sie mit!